Carsten Schwan

Sanofi-Aventis-Preis (Poster) 2012 für Carsten Schwan

Der gram‐positive sporenbildende Keim Clostridium difficile ist weltweit zunehmend bei Infektionen, die innerhalb von Kliniken erworben werden, ein klinisch, sozial und ökonomisch bedeutsames Problem. Der Keim löst die sog. Antibiotika‐assoziierte Diarrhö in der Folge einer Antibiotikatherapie aus und ist für das Auftreten der oftmals tödlichen pseudomembranösen Kolitis verantwortlich. Verursacht werden diese Krankheitsbilder durch zwei Toxine (Toxin A und B) von C. difficile, die als Glucosyltransferasen wirken und Schalterproteine (Rho‐Proteine) in Darmzellen durch Glucosylierung blockieren. In jüngster Zeit wurde über das Auftreten „hypervirulenter“ Stämme von C. difficile berichtet, die durch eine vermehrte Toxinproduktion, eine Antibiotikaresistenz gegenüber Fluorochinolonen sowie durch die Produktion eines dritten Toxins charakterisiert sind. Bei diesem dritten Toxin handelt es sich um die C. difficile Transferase CDT. CDT ist ein Toxin, das das Zytoskelettprotein Actin ADP‐ ribosyliert, seine Polymerisation hemmt und dadurch das Actin‐Zytoskelett von Zellen depolymerisiert.

Wir haben gezeigt, dass die Depolymerisierung des Actin‐Zytoskeletts durch das Toxin zu der Bildung von langen Fortsätzen auf der Oberfläche von Zielzellen führt. Die Fortsätze bestehen im Wesentlichen aus Mikrotubuli. Offenbar wird die Kontrolle der Polymerisation von Mikrotubuli, die zu der Bildung von Zell‐Protrusionen führt, durch eine Toxin‐induzierte Depolymerisation des Aktinzytoskeletts aufgehoben. Die feinen Zellprotrusionen, die nur 50 bis 500 nm dick, aber über 100 μm lang sein können, bilden auf der Zelloberfläche ein dichtes Netzwerk von Zellausläufern, die die C. difficile Bakterien umgeben, ihre Adhäsion verstärken und die Kolonisation der Pathogene fördern. Wir haben die strukturellen Voraussetzungen der CDT‐induzierten Fortsatzbildung untersucht.

Es zeigte sich, dass der Cholesterolgehalt der Membranen die Fortsatzbildung reguliert. Eine Depletion von Cholesterol führte zu einer Hemmung der CDT‐induzierten‐Fortsatzbildung, wobei die Zahl und weniger die Länge der Protrusionen beeinflusst wurde. Repletion von Cholesterol bewirkte eine rasche überschießende CDT‐induzierte Fortsatzbildung. Weiterhin wurde gefunden, dass Sphingolipide, die ebenfalls Grundbestandteile der „Liquid ordered Phase“ von Membranen sind, für die CDT‐induzierte Fortsatzbildung essentiell sind. Somit die sog. Lipid Rafts entscheidend an der Fortsatzbildung beteiligt sind. Erste elektronen‐tomografische (Zusammenarbeit mit der Arbeitsgruppe von Prof. Stahlberg (Basel)) sowie fluoreszenzmikroskopische Untersuchungen haben gezeigt, dass die CDT‐induzierten Protrusionen neben Mikrotubuli Bestandteile des Endoplasmatischen Retikulums enthalten. Darüber hinaus erfolgt in ihnen reger Vesikeltransport. Insgesamt unterstützen die Befunde ein neues Modell der Regulation von Signaltransduktion und Vesikeltransport bei der Wirt‐Pathogen‐Interaktion bei dem Toxin‐induzierte mikrotubuläre Zellprotrusionen eine bedeutende Rolle spielen.

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3rd German Pharm-Tox Summit

Invitation & Call for Abstract

We would like to cordially invite you to take part in this outstanding event by submitting abstracts for oral and poster presentations until 26 October 2017!

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The Long-range Research Initiative (LRI) programme of the European Chemical Industry Council (Cefic) is now accepting grant applications to carry out research in different areas.

More information you will find by using the following link: http://cefic-lri.org/...

Deadline: 31 August 2017

Expertinnen und Experten für das OECD-Prüfrichtlinienprogramm gesucht

Das Bundesinstitut für Risikobewertung sucht Expertinnen und Experten zur Unterstützung des nationalen Koordinators im Bereich Gesundheit für das OECD-Prüfrichtlinienprogramm.

Weiterführende Informationen finden sich unter:
www.bfr.bund.de/...

Sonderheft "Human Biomonitoring 2016" erschienen

Das Sonderheft "Human Biomonitoring 2016", Volume 220/2 Part A der Zeitschrift International Journal of Hygiene and Environmental Health ist erschienen. Insgesamt 34 Beiträge stellen den aktuellen Stand des weltweiten Human-Biomonitorings (HBM) dar.

Das Sonderheft wurde im Nachgang zur 2. Internationalen Human-Biomonitoring Konferenz, Berlin 2016, zusammengestellt, die unter dem Motto "Wissenschaft und Politik für eine gesunde Zukunft" gemeinsam vom Umweltbundesamt und dem Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit durchgeführt wurde.

Alle Artikel sind ein Jahr im Open-Access online frei verfügbar: www.sciencedirect.com/...

Poster der GT auf der SOT-Tagung 2017

Society of Toxicology 56th Annual Meeting and ToxExpo, March 12–16, 2017, in Baltimore, Maryland
Poster

Expertinnen und Experten zum Schutz von Versuchstieren gesucht

Der Nationale Ausschuss Tierschutzgesetz (TierSchG) des BfR baut einen ehrenamtlich arbeitenden Expertenpool auf.

Weiterführende Informationen finden sich unter:
www.dgpt-online.de/...

Poster der GT auf der SOT-Tagung 2016

Society of Toxicology 55th Annual Meeting and ToxExpo, March 13–17, 2016, in New Orleans
Poster

Wissenschafltiche Ausarbeitung

Arsen in Lebensmitteln und in Trinkwasser
Positionspapier

Pressemitteilung

Toxikologen warnen: Gesundheits- und Umweltschutz in Gefahr; Fachgesellschaft beklagt Mangel an Ausbildungsplätzen
PDToxGes2015.pdf

Wissenschafltiche Ausarbeitung

Toxikologie in Deutschland 2015
Positionspapier

Positionspapier des Arbeitskreises zum Humanbiomonitoring


Humanbiomonitoring.pdf