Karl Walter Bock

Oswald-Schmiedeberg-Plakette 2012 für Karl Walter Bock

Im Rahmen der 78. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für experimentelle und klinische Pharmakologie und Toxikologie (DGPT) 2012 in Dresden wurde Herrn Prof. Dr. med Karl Walter Bock aus Tübingen die Schmiedeberg-Plakette der DGPT durch die Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Toxikologie, Frau Prof. Dr. med Ursula Gundert-Remy, verliehen.

Der in Pforzheim geborene Karl Walter Bock studierte zunächst Pharmazie an der Universität Freiburg und erhielt die Approbation als Apotheker. Danach studierte er Medizin an der Universität Freiburg und der Freien Universität Berlin und erhielt die Approbation als Arzt. Er promovierte am Biochemischen Institut der Universität Freiburg bei Prof. Dr. Helmut Holzer und war dort von 1965-68 wissenschaftlicher Assistent. Von 1968-70 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Department für Zellbiologie der Rockefeller-Universität New York bei Prof. Philip Siekevitz und Prof. George Palade, der 1974 den Nobelpreis für Medizin erhielt. Als Assistent von Prof. Herbert Remmer am Institut für Toxikologie der Universität Tübingen habilitierte er sich 1973 für das Fach Pharmakologie und Toxikologie an der Medizinischen Fakultät der Universität Tübingen. Von 1976-87 war Prof. Bock Leiter der Abteilung Biochemische Pharmakologie am Zentrum Pharmakologie und Toxikologie der Universität Göttingen. Als Nachfolger von Prof. Herbert Remmer war er von 1987 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2000 Direktor des Instituts für Toxikologie der Universität Tübingen.

Neben der Lehre im Fach Pharmakologie/Toxikologie des Medizinischen Curriculums hat Prof. Bock den neuen Studienzweig Analytische Chemie/Toxikologie als Teil des Diplom-Studiengangs Biochemie mit großem Erfolg etabliert, wodurch Prof. Bock das Fach Toxikologie fachübergreifend an der Universität Tübingen verankert hat.

Die wissenschaftlich sehr erfolgreiche Arbeit von Karl Walter Bock spiegelt sich in ca. 200 Originalarbeiten und Buchbeiträgen wider. Er entdeckte 1973 die unterschiedliche Steuerung von Glucuronsäure-Transferasen durch Induktoren vom Phenobarbital- und Dioxinrezeptor-Typ. Prof. Bock hat zahlreiche Beiträge zur Regulation der Isoformen erbracht, insbesondere der Isoform UGT1A6 des Menschen, die durch Zigarettenrauch induziert wird. Als Mitarbeiter der Internationalen Kommission zur Nomenklatur der UDP-Glucuronosyltransferasen war Prof. Bock an der Einteilung der verschiedenen Isoformen dieser Enzyme wesentlich beteiligt. Als weiteres wichtiges Arbeitsgebiet von Karl Walter Bock ist die Aufklärung der Mechnismen der toxischen Wirkungen von Dioxinen zu nennen, insbesondere die Untersuchung von deren Kanzerogenität.

In besonderem Maße widmete sich Prof. Bock der Entwicklung der Toxikologie in Deutschland. Er übernahm 1993-97 den mit vielfältigen Verpflichtungen verbundenen Vorsitz der Sektion Toxikologie der DGPT. Während dieser Zeit hat er sich für die Differenzierung der Gesellschaft in 3 Teilgesellschaften unter dem Dach der DGPT eingesetzt. Das Tübinger Institut übernahm darüber hinaus die Durchführung des Kurses 'Fremdstoffmetabolismus/Toxikokinetik' im Rahmen der Weiterbildung zum 'Fachtoxikologen DGPT'. Ferner diente Prof. Bock der DFG seit 1994 als Fachgutachter für den Bereich Toxikologie. Von 1973 bis heute ist Karl Walter Bock Mitglied im Editorial Board der Zeitschrift 'Biochemical Pharmacology'. Aufgrund seiner Verdienste auf dem Gebiet des Arzneimittelmetabolismus wurde Prof. Bock in St. Andrews (UK) im Jahr 2000 durch die Wahl zum Ehrenmitglied der Europäischen Gesellschaft für Biochemische Pharmakologie geehrt.

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